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Keto Obst und Gemüse: welche Sorten passen und wann sie Saison haben

Gemüse bildet die Grundlage jeder ketogenen Ernährung, Obst ist die schwierigere Gruppe. Dieser Artikel zeigt mit USDA-Werten, welche Sorten gut passen, bei welchen du auf die Portion achten musst und was in Deutschland wann Saison hat.

Redaktion Metacardis · Stand · 4 Min. Lesezeit

Schale mit Erdbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren auf Holz

Kurz beantwortet

Blattgemüse, Kohlsorten, Zucchini, Gurke, Pilze und Spargel liefern nur wenige Kohlenhydrate und passen gut. Beim Obst sind Beeren, Avocado und Oliven die verträglichsten Sorten, Bananen, Trauben und Kirschen enthalten viel Zucker. Zähle bei Obst die Portion mit, denn 100 g Heidelbeeren liefern nach der USDA-Tabelle rund 12 g Kohlenhydrate abzüglich Ballaststoffe.

Gut geeignet
Blattgemüse, Kohl, Zucchini, Pilze, Spargel
Beim Obst
Beeren, Avocado, Oliven
Datenbasis
USDA FoodData Central, pro 100 g

Gemüse ist die Basis

Gemüse liefert Volumen, Ballaststoffe und Abwechslung bei wenigen Kohlenhydraten. Die Tabelle zeigt die Kohlenhydrate pro 100 g roher Ware nach der USDA-Datenbank, die Ballaststoffe und die Differenz. Die Einstufung folgt derselben Faustregel wie in der Keto-Lebensmittelliste: bis 5 g Differenz „passt gut“, bis 15 g „in Maßen“, darüber „eher meiden“.

Gemüse (roh)KH gesamtBallaststoffeDifferenzEinstufung
Grünkohl4,44,10,3passt gut
Römersalat3,32,11,2passt gut
Eisbergsalat3,01,21,8passt gut
Spinat3,62,21,4passt gut
Spargel3,92,11,8passt gut
Zucchini3,11,02,1passt gut
Champignons3,31,02,3passt gut
Kohlrabi6,23,62,6passt gut
Tomaten4,01,22,8passt gut
Aubergine5,93,02,9passt gut
Blumenkohl5,02,03,0passt gut
Gurke3,60,53,1passt gut
Weißkohl5,82,53,3passt gut
Brokkoli6,62,64,0passt gut
Fenchel7,33,14,2passt gut
Rosenkohl9,03,85,2in Maßen
Paprika, rot6,71,25,5in Maßen
Kürbis6,50,56,0in Maßen
Möhren9,62,86,8in Maßen
Rote Bete9,62,86,8in Maßen
Zwiebeln9,31,77,6in Maßen
Kartoffeln17,52,115,4eher meiden
Mais, süß18,72,016,7eher meiden

Zwiebeln, Knoblauch und Kräuter nimmst du als Würze in kleinen Mengen, dort zählt die Menge weniger als die Sorte. Gemüse mit hohem Ballaststoffanteil kann sich auf die Verdauung auswirken. Mehr dazu steht im Artikel zu Keto und Verdauung.

Obst: die schwierigere Gruppe

Obst enthält meist mehr Zucker. In der Tabelle liegen nur wenige Sorten im Bereich „passt gut“:

Obst (roh)KH gesamtBallaststoffeDifferenzEinstufung
Avocado8,56,71,8passt gut
Brombeeren9,65,34,3passt gut
Himbeeren11,96,55,4in Maßen
Erdbeeren7,72,05,7in Maßen
Zitrone, ohne Schale9,32,86,5in Maßen
Wassermelone7,60,47,2in Maßen
Pfirsich9,51,58,0in Maßen
Orange11,82,49,4in Maßen
Pflaumen11,41,410,0in Maßen
Apfel, mit Schale13,82,411,4in Maßen
Kiwi14,73,011,7in Maßen
Ananas13,11,411,7in Maßen
Heidelbeeren14,52,412,1in Maßen
Birne15,23,112,1in Maßen
Mango15,01,613,4in Maßen
Süßkirschen16,02,113,9in Maßen
Trauben18,10,917,2eher meiden
Bananen22,82,620,2eher meiden

Die Einstufung „in Maßen“ meint hier ausdrücklich kleine Portionen. Als Beispiel mit einer redaktionell gewählten Menge von 50 g: Himbeeren bringen dann rund 2,7 g, Erdbeeren rund 2,9 g und Heidelbeeren rund 6 g Kohlenhydrate abzüglich Ballaststoffe. Eine ganze Banane dagegen kann ein Tagesziel von 20 bis 50 g Kohlenhydraten schnell verbrauchen, wie die Fachliteratur (StatPearls) es für sehr kohlenhydratarme ketogene Ernährung nennt.

Beeren

Beeren sind der übliche Kompromiss, weil sie viele Ballaststoffe haben. Unter den Beeren haben Himbeeren (6,5 g) und Brombeeren (5,3 g) nach USDA die meisten Ballaststoffe pro 100 g. Heimische Beeren gibt es nur zeitweise, Tiefkühlbeeren sind eine Alternative. Das BfR empfiehlt allerdings, Tiefkühlbeeren vor dem Verzehr gründlich zu erhitzen.

Avocado und Oliven

Avocados und Oliven sind botanisch Früchte, im Alltag aber Fettlieferanten. Eine Avocado hat nach USDA 8,5 g Kohlenhydrate pro 100 g, von denen 6,7 g Ballaststoffe sind. Grüne eingelegte Oliven kommen laut USDA auf 3,8 g, davon 3,3 g Ballaststoffe, schwarze Oliven aus der Dose auf 6,0 g, davon 1,6 g Ballaststoffe. Eingelegte Oliven sind oft stark gesalzen, das steht auf der Packung.

Saison in Deutschland

Saisonale Ware aus dem Freiland ist frischer und nach Angaben der Verbraucherzentrale die energie- und CO2-ärmere Variante, geheizter Gewächshausanbau schneidet am schlechtesten ab. Die Verbraucherzentrale weist zugleich darauf hin, dass wärmeliebende Arten wie Tomaten, Gurken, Paprika und Auberginen in Deutschland fast ausschließlich im Gewächshaus wachsen.

Herbst (Oktober). Die Verbraucherzentrale nennt unter anderem Blumenkohl, Brokkoli, Fenchel, Grünkohl, Kohlrabi, Kürbis, Mangold, Rosenkohl, Rotkohl, Weißkohl, Wirsing, Spinat, Zucchini und mehrere Salate. Beim Obst stehen Äpfel, Birnen, Brombeeren, Erdbeeren, Quitten und Trauben auf der Liste.

Sommer (Juli). Zum Sommergemüse zählen laut Verbraucherzentrale Blumenkohl, Brokkoli, Gurke, Zucchini, Aubergine, Kohlrabi, Paprika und Tomaten. Beerenzeit ist von Juni bis August: Im Juni nennt die Verbraucherzentrale Erdbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren, im Juli kommen Brombeeren und Heidelbeeren hinzu.

Mehr Sorten, einschließlich der Unterschiede zwischen Freiland und Gewächshaus, zeigen der Saisonkalender der Verbraucherzentrale und der des Bundeszentrums für Ernährung. Sie sind für den Einkauf eine gute Ergänzung.

Häufige Fehler

Ein zweiter Fehler ist, Gemüse zu überspringen, weil „Keto“ viel mit Fett zu tun hat. Fehlt Gemüse, fehlen auch Ballaststoffe. Wie du die Kohlenhydrate insgesamt einordnest, steht im Artikel zu den Kohlenhydraten bei Keto. Den Einkauf organisiert die Einkaufsliste.

Häufige Fragen

Welches Obst darf ich bei Keto essen?

Am besten passen Avocado, Oliven und Beeren in kleinen Mengen. Nach den USDA-Werten bringen Brombeeren nach Abzug der Ballaststoffe etwa 4 g pro 100 g, Himbeeren und Erdbeeren etwa 5 bis 6 g, Heidelbeeren etwa 12 g. Bananen und Trauben liegen bei über 17 g.

Ist Avocado bei Keto erlaubt?

Ja. Avocado enthält laut USDA rund 8,5 g Kohlenhydrate pro 100 g, davon etwa 6,7 g Ballaststoffe, und damit nach Abzug der Ballaststoffe nur rund 2 g.

Welches Gemüse sollte ich meiden?

Kartoffeln und Mais enthalten mit rund 15 bis 17 g pro 100 g nach Abzug der Ballaststoffe am meisten. Auch Erbsen, Möhren, Zwiebeln und Rote Bete sind nur in kleinen Mengen sinnvoll.

Quellen

  1. FoodData Central U.S. Department of Agriculture · abgerufen am 29. Oktober 2026
  2. Welches Gemüse hat im Oktober Saison? Verbraucherzentrale · abgerufen am 29. Oktober 2026
  3. Welches Gemüse hat im Juli Saison? Verbraucherzentrale · abgerufen am 29. Oktober 2026
  4. Saisonzeiten bei Obst und Gemüse Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) · abgerufen am 29. Oktober 2026

So ist dieser Beitrag entstanden

Nährwerte stammen aus FoodData Central der USDA (abgerufen am 29. Oktober 2026), gerundet; Saisonangaben aus den Monatsseiten der Verbraucherzentrale und dem Saisonkalender des BZfE. Die Saison hängt von Region, Witterung und Anbauweise ab und die Monatsseiten ordnen nicht jede Sorte nach Freiland und Gewächshaus, deshalb geben wir keine Monatsgrenzen für einzelne Sorten an. Die Einstufung ist eine redaktionelle Orientierung. Die Seite wurde redaktionell recherchiert und nicht medizinisch geprüft.

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